Industrielles Gartenreich
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 1989 

Der Ort wird durch das Bauhaus als architektonisch markanter Bereich in der Industrielandschaft entdeckt
 


 1990 
- 91 

Im Auftrag des Bauhauses: erste studentische Analysen und Gestaltungsvorschläge für die Kolonie
 


 1992 

Denkmalpflegerische Unterschutzstellung von Kraftwerk und Kolonie
Stillegung des Braunkohlegroßkraftwerkes
 


 1993 
- 94 

Teilabriß der Industrieanlagen, Sanierung der historischen Kerngebäude des Kraftwerkes durch den Eigentümer Beginn der Sanierungsvorbereitung der Kolonie
 


 1992 

Wiedereröffnung des Kraftwerkes als »Kulturkraftwerk« (Jazz-, Theater-, Klassik- und andere Kulturveranstaltungen, Ausstellungen, Konferenzen)
 


 1996 

Aufnahme der Kolonie in die Liste der EXPO-Projekte Konferenz des Bauhauses »Wohin mit dem Stillgelegtem...?« für die Vorbereitung einer Stiftung »Industriekultur«
 


 1997 
- 99 

Sanierung der Kolonie, öffentlicher Kulturbetrieb im Kraftwerk, Vorbereitung von Ansiedlungen verträglichen Gewerbes
 

Zschornewitz
Kraftwerk Zschornewitz 1999: rückgebaut bis auf wenige Spuren des ehemals weltgrößten Braunkohlekraftwerks. Im Vordergrund die zum Kraftwerk gehörende Arbeitersiedlung.

das »zweite leben« nach der kohle

Im Jahre 1915 wurde nach nur neunmonatiger Bauzeit das seinerzeit weltgrößte Dampfkraftwerk in unmittelbarer Nach- barschaft zu reichen Kohle vorkommen errichtet. Parallel zum Werk entstand eine gartenstädtische Werkssiedlung »Kolonie« mit einem hohen gestalterischen Wert.

Reichlich 75 Jahre prägten das Kraftwerk und die Braunkohlegruben den Alltag in der Industriegemeinde Zschornewitz. Infolge der wirtschaftlichen Umstrukturierung der DDR wurden ab 1991 schrittweise die Gruben und das Kraftwerk stillgelegt. Der Ort verlor damit große Teile seiner wirtschaftlichen Basis. Auf Initiative des Bauhauses wurden 1992 die Kolonie und Teile des Kraftwerkes unter Denkmalschutz gestellt. Nach anfänglich sehr kontroversen Diskussionen wurde 1993/94 ein Sanierungskonzept entwickelt, das auf eine denkmalgerechte und sozialverträgliche Erneuerung der Kolonie zielte. Es galt, öffentliche und private Eigentümer für eine konstruktive Mitarbeit zu gewinnen, denn bereits 1991 und 1992 war ein Teil der Reihenhäuser privatisiert worden. Die Gemeinde sichert daher seit nunmehr sechs Jahren eine umfassende Beratung der Hauseigentümer in allen Fragen der Unterstützung bei Bauvorhaben im Denkmalbereich.
 
Kolonie Zschornewitz

Im Juni 1996 wurde die Werkssiedlung »Kolonie« als EXPO-Projekt bestätigt, seitdem werden umfangreiche Erneuerungsmaßnahmen an den Gebäuden und im öffentlichen Raum realisiert.
Das Kraftwerksdenkmal stellt das erste sanierte Industriedenkmal der Region dar - als »Kultur-Kraftwerk« entwickelt es sein »zweites Leben«: Theater, Klangkunst, Tagungen, Ausstellungen ... ein Nukleus für eine neue, auch wirtschaftliche, Perspektive für diesen Ort, der Geschichte schrieb und heute von hoher Arbeitslosigkeit betroffen ist.
 
Die »Kraftwerksachse«

projektbearbeiter Kraftwerk:
Harald Kegler, Jens Köster
projektbearbeiter Kolonie:
Holger Schmidt
partner / externe bearbeiter:
Vereinigte Energiewerke AG; Berlin
Gemeinde Zschornewitz
Fritz Hubert, Architekt; München
EXPO 2000 Sachsen-Anhalt GmbH
Künstler/innen aus der Region, aus ganz Deutschland und Europa


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