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1959 fand hier die für die Kulturpolitik der DDR bis in die 70er
Jahre wichtige »Bitterfelder Kulturkonferenz« statt. Unter der Losung
»Greif zur Feder, Kumpel, die sozialistische Nationalkultur braucht dich!«
sollten Künstler in die Betriebe und Arbeiter zur Kunst geführt werden.
Der »Bitterfelder Weg« war geboren. Ein Versuch, Emanzipation,
kulturelle Bereicherung und industrielle Arbeit in Weiterführung der
Aufklärung zu vereinen, erstickte schließlich im ideologischen Korsett
der DDR-Politik.
Zwischen 1992 und 1996 engagierte sich das Bauhaus Dessau für den
Erhalt, die Sanierung und eine neue Nutzung des Kulturpalastes.
Dabei unterstützte es die Stadt Bitterfeld bei der Erprobung neuer
Ideen für ein multifunktionales Bildungs- und Kulturzentrum, das die bedeutungsvolle
Geschichte des Palastes als Potential nutzt.
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Die besondere Lage
am Eingang des Chemieparks erfordert dabei die konzeptionelle
Einbindung des Baus in den schwierigen Strukturwandel dieses Gebiets.
Geschichte des Palastes als Potential nutzt. Die besondere Lage
am Eingang des Chemieparks erfordert dabei die konzeptionelle
Einbindung des Baus in den schwierigen Strukturwandel dieses Gebiets.
Der Kulturpalast wurde zum kulturellen Initialort für eine Umbewertung
des alten Industriegebietes - hier fanden die Planungswerkstätten statt,
wurde experimentelles Theater vom Bauhaus, von der Kurt-Weill-Gesellschaft
u.a. begonnen.
Mit dem EXPO-Projekt »Berufsschule« am Kulturpalast wird dieser
Bereich zu einem neuen Zentrum.

projektbearbeiterin:
Burghard Duhm
partner / externe bearbeiter:
Stadtverwaltung und Landkreis Bitterfeld
Hardy Geyer, Culturplan GmbH; Krefeld / Leipzig
Humboldt-Universität Berlin
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