Industrielles Gartenreich
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 1992 

Nach Abwenden des Abrißantrages Gründung eines Fördervereins, erste Videoproduktion zum Kulturpalast »Beachten Sie nicht den Mann hinter dem Vorhang«
 


 1993 
- 95 

Denkmalgerechte Sanierung, Aufbau eines Archivs »Sozialistischer Realismus«, Entwurf »Palastgarten«
 


 1994 

Ausstellung »Walter Dötsch: Vom Schlemmer-Schüler zum Maler des Bitterfelder Weges«
 


 1995 

Ausstellung zum 40jährigen Bestehen des Kulturpalastes
 


 1997 

Übernahme einer Funktion als »Zentrum« im erneuerten Industriegebiet mit »Anbau« des Berufsschulzentrums - EXPO-Projekt
 

Kulturpalast Bitterfeld
Kulturpalast Bitterfeld, 1996

ort der erstarrten utopie des sozialismus

Ein widersprüchliches Monument, das die Utopie einer neuen Gesellschaft und zugleich deren doktrinäre Einengung widerspiegelt. Das Bauwerk, eröffnet 1954, sollte nach der politischen »Wende« in der DDR 1990 abgerissen werden. Das Bauhaus regte die Sicherung und denkmalpflegerische Unterschutzstellung an.

1959 fand hier die für die Kulturpolitik der DDR bis in die 70er Jahre wichtige »Bitterfelder Kulturkonferenz« statt. Unter der Losung »Greif zur Feder, Kumpel, die sozialistische Nationalkultur braucht dich!« sollten Künstler in die Betriebe und Arbeiter zur Kunst geführt werden.
Der »Bitterfelder Weg« war geboren. Ein Versuch, Emanzipation, kulturelle Bereicherung und industrielle Arbeit in Weiterführung der Aufklärung zu vereinen, erstickte schließlich im ideologischen Korsett der DDR-Politik.
Zwischen 1992 und 1996 engagierte sich das Bauhaus Dessau für den Erhalt, die Sanierung und eine neue Nutzung des Kulturpalastes.
Dabei unterstützte es die Stadt Bitterfeld bei der Erprobung neuer Ideen für ein multifunktionales Bildungs- und Kulturzentrum, das die bedeutungsvolle Geschichte des Palastes als Potential nutzt.
 
Modell des Berufsschulzentrums Bitterfeld

Die besondere Lage am Eingang des Chemieparks erfordert dabei die konzeptionelle Einbindung des Baus in den schwierigen Strukturwandel dieses Gebiets.
Geschichte des Palastes als Potential nutzt. Die besondere Lage am Eingang des Chemieparks erfordert dabei die konzeptionelle Einbindung des Baus in den schwierigen Strukturwandel dieses Gebiets.
Der Kulturpalast wurde zum kulturellen Initialort für eine Umbewertung des alten Industriegebietes - hier fanden die Planungswerkstätten statt, wurde experimentelles Theater vom Bauhaus, von der Kurt-Weill-Gesellschaft u.a. begonnen.
Mit dem EXPO-Projekt »Berufsschule« am Kulturpalast wird dieser Bereich zu einem neuen Zentrum.

projektbearbeiterin:
Burghard Duhm
partner / externe bearbeiter:
Stadtverwaltung und Landkreis Bitterfeld
Hardy Geyer, Culturplan GmbH; Krefeld / Leipzig
Humboldt-Universität Berlin


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