Industrielles Gartenreich
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 1986 

Aufnahme der Werkssiedlung in die Denkmalliste der DDR
 


 1990 

Privatisierung der Stickstoffwerke, zugleich Eigentümer der Siedlung
 


 1991 

Rechtswidriger Versuch der Aberkennung des Denkmalstatus durch Eigentümer
Konzertierte Aktion von Bauhaus, Denkmalbehörde, Stadtverwaltung, Siedlungsverwaltung und Verein Industrielles Gartenreich e.V. zur Wiedererlangung des Denkmalstatus
 


 1992 

Erste Konzepte und Planungen zur Erneuerung durch das Bauhaus
 


 1993 

Modellversuch zur bewohnerorientierten Sanierung eines Teilbereiches der Siedlung mit Unterstützung der Stiftung Denkmalschutz
 


 1994 
- 95 

Sanierungsvorbereitung und Beginn umfassender Erneuerung
 


 1996 

Anerkennung als erstes Projekt der Korrespondenzregion zur EXPO 2000 in Hannover
 


 1997 
- 98 

Öffentliche Kunst-Aktionen und andere Theaterperformances
 


 1999 

Abschluß der Sanierungsarbeiten
 

Sanierung Werkssiedlung Piesteritz
Piesteritz

erneuerung statt
neubau am stadtrand -
ein siedlungsdenkmal

Die Piesteritzer Siedlung ist ein städtebauliches Lehrbeispiel für den Siedlungsbau des Jahrhundertbeginns, erbaut 1916-19 (Architekt: O.R.Salvisberg / F.Gerlach). Piesteritz ist das traditionsorientierte »Gegenmo- dell« zur modernen Bauhaussiedlung Dessau-Törten, (1926-28, Architekt: W. Gropius).

Im ersten Weltkrieg errichtet, verkörpert die Siedlung romantische Verklärung ebenso wie mustergültigen Städtebau. Sie wurde in Fachkreisen viel diskutiert und auf zahlreichen Ausstellungen präsentiert. Ihr Denkmalwert ist unumstritten - auch im Ausland.
 
Dennoch: nach der »Wende« in Ostdeutschland sollte sie aufgeteilt und in einzelnen Objekten verkauft werden. In einer Gemeinschaftsaktion von Bauhaus, Stadt Wittenberg, Eigentumsgesellschaft, Architekt und Bewohnern gelang eine Umkehr: einheitlicher Träger, sozialverträgliche / denkmalgerechte Erneuerung 1993-2000, erste autofreie Siedlung im Bestand.
 
Erste Planungen und Ideen des Bauhauses nach der »konzertierten Aktion« zum Denkmalschutz lieferten die Grundlage für die umfassende Erneuerung im Bestand. Getragen von den Bayernwerken München, unterstützt von der Stadt Wittenberg und
 
Piesteritz Krummer Weg vorher:1991

dem Land Sachsen-Anhalt, ist das erste EXPO-Projekt der Region entstanden, das sich denkmalgerecht und bewohnerorientiert saniert als Musterbeispiel der Erneuerung präsentiert. Entstehung und Erneuerung stellen für Bewohner und Besucher, aber auch für Fachleute und Studenten ein Lehrprogramm dar: ein gebautes Lehrbuch.
 
Piesteritz nacher:2000

projektbearbeiter:
Harald Kegler
partner / externe bearbeiter:
Fritz Hubert, Architekt; München
Piesteritzer Siedlungsgesellschaft mbH und Co. KG
Stadtverwaltung Wittenberg
EXPO 2000 Sachsen-Anhalt GmbH
Theatergruppe "Luther Rufen"


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