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Im ersten Weltkrieg errichtet, verkörpert die Siedlung romantische
Verklärung ebenso wie mustergültigen Städtebau. Sie wurde in Fachkreisen
viel diskutiert und auf zahlreichen Ausstellungen präsentiert.
Ihr Denkmalwert ist unumstritten - auch im Ausland.
Dennoch: nach der »Wende« in Ostdeutschland sollte sie aufgeteilt
und in einzelnen Objekten verkauft werden. In einer Gemeinschaftsaktion
von Bauhaus, Stadt Wittenberg, Eigentumsgesellschaft, Architekt und
Bewohnern gelang eine Umkehr: einheitlicher Träger, sozialverträgliche /
denkmalgerechte Erneuerung 1993-2000, erste autofreie Siedlung im Bestand.
Erste Planungen und Ideen des Bauhauses nach der »konzertierten Aktion«
zum Denkmalschutz lieferten die Grundlage für die umfassende Erneuerung
im Bestand. Getragen von den Bayernwerken München, unterstützt von
der Stadt Wittenberg und
vorher:1991
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dem Land Sachsen-Anhalt, ist das erste EXPO-Projekt der
Region entstanden, das sich denkmalgerecht und bewohnerorientiert
saniert als Musterbeispiel der Erneuerung präsentiert.
Entstehung und Erneuerung stellen für Bewohner und Besucher,
aber auch für Fachleute und Studenten ein Lehrprogramm dar:
ein gebautes Lehrbuch.
nacher:2000

projektbearbeiter:
Harald Kegler
partner / externe bearbeiter:
Fritz Hubert, Architekt; München
Piesteritzer Siedlungsgesellschaft mbH und Co. KG
Stadtverwaltung Wittenberg
EXPO 2000 Sachsen-Anhalt GmbH
Theatergruppe "Luther Rufen"
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