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Unweit der großen Gärten der Aufklärung entstanden Wüsten,
verbotene und gemiedene Landschaften. Anfang und Ende eines Zeitalters
scheinen damit hier angekommen zu sein. Zwei Pole, die an den
entgegengesetzten Enden der Welt zu vermuten wären, treffen hier
aufeinander und sind so auch Synonym für die Begrenztheit und
Unteilbarkeit von Natur. Anfang der 90er Jahre wurde die Kohleförderung
in Golpa-Nord eingestellt und mit den Arbeiten zur Sanierung des
Tagebaus begonnen. Der Makel sollte getilgt und die Wunde mit ihrer
Ausdrucksstärke und skulpturalen Kraft durch einen stereotypen
künstlichen See verschlossen werden. Dagegen setzte das Bauhaus
das Modell der Aneignung und Kultivierung dieser Landschaft. Mit
der Öffnung des Tagebaus für garten- künstlerische Experimente
und zahllose öffentliche Spaziergänge veränderte sich die Wahrnehmung:
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Aus dem verabscheuten Restloch entwickelte sich eine Landschaft
der Phantasie und Hoffnungen. Der Abschied von den Idyllen des
englischen Gartens und die Ankunft in einem Landschaftslabor und
Garten des 21. Jahrhunderts hatte begonnen.

projektbearbeiter:
Rainer Weisbach, Martin Brück, Jens Köster
partner / externe bearbeiter:
Bertram Weishaar, Landschaftsplaner; Kassel/Dessau
alias - Atelier für Spaziergangsforschung und Unternehmungen; Dessau
TU München
TU Berlin
Gh Kassel
TU Braunschweig
TU Karlsruhe
Universität Hannover
ETH Zürich
TU Gliwice; PL
Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau- und Verwaltungsgesellschaft mbH
Anhaltinische Braunkohlesanierungsgesellschaft mbH
Dachverband Bergbaufolgelandschaften e.V
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