Industrielles Gartenreich
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industrielles gartenreich -
projekte 1989 - 1999

Vor 70 Jahren setzte das Bauhaus in Dessau Signale zur Gestaltung der menschlichen Umwelt im Industriezeitalter.
 
 
Kraftwerk mit Schornsteinen

Das Bauhaus der 20er Jahre reagierte auf die Herausforderungen der Industrialisierung durch gestalterische Innovationen für Design und Architektur und durch eine auf die Synthese von »Kunst und Technik« orientierte Lehre. Am Ende des Jahrhunderts sind die Verheißungen des industriellen Fortschritts brüchig geworden - ganze Regionen sind mit fundamentalen Umbrüchen konfrontiert. Die betroffenen Menschen befinden sich zugleich am Beginn einer neuen Entwicklung, die gänzlich veränderte kulturelle Wertorientierungen und ein neues Verständnis von Arbeit bedeuten.
Die Stiftung Bauhaus Dessau hat sich die so entstandene historische Heraus-

forderung von globaler Dimension zu eigen gemacht. Mit ihrem Projekt Industrielles Gartenreich arbeitet sie praktisch und modellhaft, in Kooperation mit vielen Partnern, am Beispiel der industriell vernutzten Region Dessau-Bitterfeld-Wittenberg an konsensfähigen Perspektiven und Gestaltungsprojekten für eine zukünftige StadtLandschaft.
Es geht um eine Landschaft, die nicht als unerschöpfliche Ressource industrieller Verwertung betrachtet wird zugunsten eines fragwürdigen Wohlstandes für immer weniger Menschen.


Spuren von Größerem

Industrielles Gartenreich ist ein Langzeitexperiment, das die Frage nach einem neuen Paradigma der Gestaltung einer humanen Lebensumwelt beantworten hilft. Das Projekt gründet sich dabei auf den Traditionen von Aufklärung und industrieller Moderne, die mit dem Dessau-Wörlitzer Gartenreich aus dem 18. Jahrhundert und der Industriekultur des 20. Jahrhunderts um Dessau und Bitterfeld internationale Geltung erlangt haben. Die kritische Würdigung dieser Geschichte und die Konfrontation mit den aktuellen Umbrüchen in der Region bestimmen eine Arbeitsweise für die Gestaltung der Umwelt, die konsequente Ressourcenschonung, neue Möglichkeiten für Arbeit und kulturvolle Lebensperspektiven zukünftiger Generationen ermöglicht.
Das Projekt Industrielles Gartenreich wurde die Grundlage für die 1995 erfolgte Anerkennung der Region als Korrespondenzstandort der EXPO 2000 in Hannover.


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