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Gemeinsam mit Eltern, Pädagogen, Künstlern, Planern sowie
Architekten und vor allem mit vielen Kindern und Jugendlichen
aus Dessau, Wolfen und Bitterfeld, anderen Städten und Dörfern
des Industriellen Gartenreichs, entwickelte sich die Kinderwerkstatt
zu einer Institution, die auch an das »alte« Bauhaus von Walter
Gropius und Hannes Meyer erinnert: Ein Laboratorium, d.h.
Werkstätten für Malen und Zeichnen, Grafik und Drucken, Material
(Holz, Stein, Metall), Tanz und Spiel und seit 1998 auch ein an
die Vorkursidee anknüpfender Werkstattwagen, die »Augenblütenkiste«,
wurden von der Kinderwerkstatt initiiert und begleitet. Die Arbeit
und die Erfahrungen der Werkstätten werden zusammengeführt, wenn
Kinder und Jugendliche in Dessau und Bitterfeld ihr eigenes Planungs-,
ihr Baubüro oder ihre Architekturwerkstatt auf Zeit eröffnen.
»Das Endziel aller bildnerischen Tätigkeit ist der Bau...« (W. Gropius)

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Die Kinderwerkstatt ist aber nicht nur ein Lernort für Kinder,
an dem sie spielerisch und doch ganz praktisch Beteiligung erfahren
und an der Planung und Gestaltung von Lebensräumen der Zukunft,
der Zukunft, also ihrer Lebensräume mitwirken können.
Die Werkstatt ist auch ein Lernort für die Erwachsenen,
Eltern, Vertreter aus Politik und Verwaltung, für Planer, Architekten
und Künstler, die den oft formulierten Anspruch, Kinder mehr an der
Gestaltung iher Umwelt zu beteiligen, ernst nehmen.
In der Kinderwerkstatt wird der praktische Versuch unternommen,
mit Kindern aus der Region Industrielles Gartenreich
Dessau-Bitterfeld-Wittenberg geeignete Formen für die Beteiligung
an der Gestaltung ihrer Lebensräume zu entdecken. Durch die
Zusammenarbeit mit vielen, auch internationalen Partnern werden
dabei die gewonnen Erfahrungen inzwischen auch über die Grenzen
der Region hinaus weiter gegeben.
projektbearbeiterin:
Jutta Stein
partner / externe bearbeiter:
Stadtverwaltungen Dessau und Bitterfeld
EXPO 2000 Sachsen-Anhalt GmbH
Kinderbeauftragte des Landes Sachsen-Anhalt
Regionale Initiativen
Centre Pompidou, Paris
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