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Industrielles Gartenreich wird EXPOnat
Die internationale Resonanz des Industriellen Gartenreichs
setzte ab 1991 ein. Das Projekt Industrielles Gartenreich wurde als Ansatz für
eine "positive Entwicklungsperspektive für das Bauhaus Dessau" begrüßt.

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(Vgl. Stellungnahme der Universität Brüssel, 22.1.1991)
Zugleich aber wurde dem Projekt Industrielles Gartenreich vorgeworfen,
sich zu sehr mit den Problemen der konkreten Region zu beschäftigen.
Immer dann, wenn das Industrielle Gartenreich von Fragen der Moderne,
des Industrialisierungs- prozesses und der Rolle des Bauhauses in
diesem Prozess entkoppelt wurde, blieb ein provinzieller Beigeschmack,
zu dem die Konkretheit des Projektes verleitete. Dieser Eindruck
wandelte sich ab 1995 mit den EXPO-Vorbereitungen: "Mit den Arbeiten
am Industriellen Gartenreich als zeitgenössische Interpretation der
Ideen aus dem Historischen Gartenreich hat eine
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Arbeitsgruppe am Bauhaus in Dessau bereits 1988 begonnen,
die Reformlandschaft des 21.Jahrhunderts zu skizzieren. Dieses Ideengut,
das in der Fachwelt nur zögerlich angenommen und in der Region bis
heute häufig missverstanden wird, wurde der gedankliche Grundstein
für die Beteiligung des Landes Sachsen-Anhalt an der EXPO 2000.
Vor allen aber ist der Region über das Bauhaus Dessau eine fachliche
und wissenschaftliche Kompetenz zugewachsen, ohne die Reformimpulse nicht entstehen.
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